Ihr seid ja mit etwas Abstand die Jüngsten an unseren Bürotischen. Warum habt ihr euch nach dem Schulabschluss für einen Bufdi entschieden und warum in der RABRYKA?

Otto: Warum in der RABRYKA ist relativ einfach. Ich bin schon seit einem Jahr hier immer wieder auf dem Gelände unterwegs und finde das Gelände auch echt cool. Auch die Leute sind echt entspannt und was hier gemacht wird ist super. Und warum nach der Schule ... ja weil ich ehrlich gesagt keinen Plan habe, was ich später mal machen will. Ich sehe das hier als Pause.

Ole: Bei mir ist es ähnlich. Ich habe die RABRYKA im Frühjahr kennen gelernt und wusste auch noch nicht richtig, was ich nach der Schule machen will. Und so dachte ich mir, ein Jahr in einem Jugendkulturzentrum kann ja nicht schaden.

Dann erzählt, mal was ihr den lieben langen Tag hier so macht.

Ole: Ich bin eingeteilt zum Organisieren von Events, aber da jetzt der Winter kommt, liegt bei mir gerade viel Büroarbeit an. Ich bin dabei die Belege für den Werk.Stadt.Garten zu sortieren und die Buchungen vorzubereiten. Ansonsten fallen viele kleine Sachen an.

Otto: Ich sitze viel vor dem Laptop und mache Stuff für das A-Team oder ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit mit Karo zusammen. Ich schneide gerade ein paar kleine Videos für den Youtube Kanal, die jetzt veröffentlicht werden. Und natürlich immer zwischendurch, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird. Bei Veranstaltungen helfe ich immer bei der Technik mit und bin halt hier. 

Denkt ihr, dass eure jetzigen Aufgaben hier euch etwas für euer zukünftiges Leben bringen werden?

Ole: Mal schauen. Man weiß nie, was auf einen zukommen wird und es kann sein, dass ich nach dem Jahr sage, dass ich eine komplett andere Richtung einschlage. Aber zum Schluss kann es einen nur weiterbringen, denn entweder weiß man, dass es etwas für einen ist oder halt nicht.

Otto: Dadurch, dass man hier im Verein sehr viele Freiräume bekommt, muss man lernen, sich selbst zu organisieren und sich selbst zu disziplinieren. Klingt zwar jetzt ganz schön krass, aber das kann einem im Leben immer helfen. 

Wie stellt ihr euch die Zukunft der RABRYKA vor? Was darf in der Zukunft der RABRYKA nicht fehlen? 

Ole: Es dürfen auf gar keinen Fall die Köpfe fehlen, die an dem Projekt dran bleiben. Auch viele Events und eine Gastro dürfen in der Zukunft nicht fehlen. Auch wäre es schön, mehr Menschen auf das Gelände zu ziehen, die sich jetzt noch nicht trauen hierher zu kommen, weil sie z.B. hier noch niemanden kennen.

Otto: Dass es sich stetig weiterentwickelt. Dass immer Energie auf dem Gelände ist. Immer wieder frischer Wind hier herein weht. Dass nie irgendwelche Kulturmanager hier am Schreibtisch einschlafen. Es wäre schade, wenn es irgendwann immer dasselbe ist und es hier langweilig wird. Wenn das nicht passiert, sehe ich gute Aussichten für die Zukunft.         

Beschreibt die RABRYKA doch noch mal kurz in 3 Worten 

Otto: Bunt. Alt. Modern.

Ole: Abwechslung. Jugend. Laut.

Und noch ein Klassiker. Wie stellt ihr euch einen Tag in der RABRYKA vor, wenn das Zentrum in 5-6 Jahren fertig ist?

Otto: Eigentlich wie jeder Tag. Man kommt ins Büro und macht sich erst mal einen Kaffee. Dann klingelt ständig das Telefon und alle sind voll busy. Leute werkeln in der Werkstatt an ihren Fahrrädern und am Wochenende sind abends immer irgendwelche coolen Veranstaltungen und es gibt geiles Essen.

Ole: Ich weiß nicht, wie es werden würde, wenn man irgendwann sagt: „Jetzt ist es perfekt.“ Es muss auf jeden Fall alles in Bewegung bleiben und sich stetig verändern. Und dass auch auf dem Außengelände weiterhin etwas passiert und es sich weiterentwickelt.

Otto: Ich glaube was wichtig ist, dass die RABRYKA nicht aalglatt ist und jeder Winkel perfekt ist. Das würde alles kalt machen. 

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