Auch bei dir am Anfang eine kurze Erzählrunde über dich – Wo kommst du her? Was machst du in Görlitz? Und wo soll es denn später mal hingehen?

Ich komme direkt aus der Mitte des Bermuda Dreiecks (Leipzig, Chemnitz, Dresden). Das kleine Städtchen heißt Döbeln.
Ich bin in Görlitz, weil ich hier Soziale Arbeit studiere.
Eigentlich war geplant nach dem Studium vielleicht nach Dresden zu ziehen aber, das kann sich auch noch ändern.

Was sind deine Erwartungen an deine Zeit hier bei der RABRYKA?

Ich will so viel wie möglich mitnehmen. Man kann hier wirklich viel lernen. Ich habe keine so großen Erwartungen. Ich lass eher alles auf mich zukommen.

Du bist ja derzeit viel mit Robert im Zuge der Straßensolzialarbeit auf den Straßen rings um die RABRYKA unterwegs. Erzähl mal wie so ein Tag abläuft.

Der Tag beginnt auf jeden Fall später, da wir immer nachmittags auf die Straße gehen. Nachdem wir gegen Mittag ins Büro der Rabryka kommen wird erstmal Tee gekocht. Ich bereite dann meist erstmal das Protokoll für das Aufsuchen vor. Wenn wir dann unterwegs sind klappern wir die öffentlichen Plätze im Stadtteil ab. Wir haben zwei feste Gruppen mit denen wir in Kontakt treten. Auf dem Lutherplatz und dem Theaterplatz. Man kommt über aktuelle Themen ins Gespräch und erfährt auch von Wünschen und Ideen, wie man den Stadtteil attraktiver gestalten kann. Manche dieser Ideen konnten wir auch schon dem Bürgerrat weiterleiten.
Und am Ende des Tages übertrage ich noch das Protokoll ins Podio.
Man ist natürlich nicht nur auf der Straße unterwegs. Es gehört auch Büroarbeit dazu. Da planen wir zum Beispiel ein Lagerfeuer am Lutherplatz oder den Umbau eines Bollerwagens.
Es gibt keinen festen Ablauf. Wir können planen an welchen Tagen und zu welchen Zeiten wir auf die Straße gehen aber, was auf der Straße passiert hängt natürlich auch von Menschen ab denen wir begegnen.

Warum denkst du, ist es an einigen Stellen so problematisch an die jungen Menschen hier in der Stadt ranzukommen?  

Meiner Meinung nach haben gerade Jugendliche ihre eigene Gruppendynamik. Es sind eher geschlossene Gruppen. Da ist es schwierig als Außenstehender reinzukommen. Es ist ein längerer Prozess von der Gruppe angenommen zu werden und Vertrauen aufzubauen. Ein großer Punkt ist es, dass wir ihnen zeigen müssen, dass wir sie beteiligen und nicht bevormunden wollen.

Welche Perspektiven siehst du denn in Görlitz und welche Rolle trägt die RABRYKA dazu bei?

Ich finde die Rabryka trägt eine große Rolle in der Stadt. Alleine durch die breite Angebotspallette. Ich sehe in Görlitz viele Möglichkeiten sich als Jugendlicher oder Student zu beteiligen oder seine Freizeit zu gestalten. Sie müssen nur wahrgenommen werden. Ich hab das Gefühl die Leute leben nebeneinander her aber nicht zusammen. Ich persönlich empfinde Görlitz als tolle Stadt mit vielen Perspektiven und Möglichkeiten, die nur wahrgenommen werden müssen. Aber ich finde wir sind auf dem richtigen Weg um das zu erreichen.

Und auch noch eine Runde Unnützes Wissen über dich. 

Frühaufsteher oder Langschläfer?

Langschläfer

Wie könnten wir die Welt retten?

Indem wir aufhören sie verbessern zu wollen.

Bier oder Wein? 

Bier

Muffins oder Mett?

Muffins

Heulen oder Zertrümmern? 

Zertrümmern

Was nimmst du auf eine einsame Insel mit?

Ein Buch

Welches Morgenritual darf nicht fehlen?

Kaffee und Kippe auf dem Balkon

Norden oder Süden?

Norden

Von was nimmst du immer zu viel?

Zucker im Tee

Hund oder Katze?

Katze

Welchen Song singst du gern unter der Dusche?

Five Finger Death Punch: Jekyll and Hyde