Kurze Erzählrunde über euch – Wo kommt ihr her? Was macht ihr in Görlitz? Und wo soll es denn später mal hingehen?

Franzi: Ich komme aus Warmbad, das liegt im schönen Erzgebirge. Ich wohne in Görlitz weil ich hier mein Studium absolviere. Danach würde ich gern nach Leipzig oder in eine andere größere Stadt gehen, um mich beruflich weiterzubilden und somit Erfahrungen zu sammeln.

Stefan: Ich komme ursprünglich aus Bruneck, einer Kleinstadt in Südtirol/Italien. Dort war es mir dann doch zu klein und ich zog für 10 Monate in die Nähe von Berlin, wo ich auch studieren wollte. Aber Berlin wollte mich (zum Glück) nicht und so googelte ich mich nach Görlitz, wo ich derzeit Soziale Arbeit studiere. Das mit der Zukunft macht das Leben schon selbst, ich konzentriere mich lieber auf die schöne Zeit im Jetzt.

Wie seid ihr zum Second Attempt gekommen und was denkt ihr, zeichnet die Arbeit im Verein besonders aus?

Franzi: Durch die Ersti-Ralley bin ich auf die Rabryka aufmerksam geworden und finde allein das Gelände faszinierend. Ich finde es bemerkenswert, was ein doch so junges Team in Görlitz bewirkt/bewirkt hat und so bestrebt in ihrem Tun sind. Gerade in Görlitz ist der Aufbau eines soziokulturellen Zentrums sehr wichtig meiner Meinung nach und lockt so auch jüngere Menschen hier her.

Stefan: Die Rabryka habe ich schon durch die Stadtrallye in meiner Anfangszeit kennengelernt, wusste aber dennoch nicht so konkret welche Angebote dort bereitgestellt werden. Eine gute Freundin hat mir dann empfohlen, mich mal über ein Praktikum zu erkundigen und so lernte ich auch erst das Hotti kennen. Das Team um den Second Attempt e.V. sind junge, dynamische Menschen, die was bewegen wollen und sich dafür auch mit Herz und Seele einsetzen. Es ist schön Teil davon zu sein.

Ihr habt euch für ein Praktikum im Café Hotspot entschieden? Erklärt mal kurz warum.

Franzi: Im Rahmen einer Exploration von der Hochschule aus, bin ich auf das Café HotSpot aufmerksam geworden. Als uns damals die Praktikanten über das Konzept des Treffs und ihre Arbeit erzählten, empfand ich das als ziemlich interessant und spannend und dachte: Ja,warum nicht? Da ich mich vorher noch nie in einem größeren Rahmen mit Migrationssozialarbeit beschäftigt hatte, war das für mich eine neue Herausforderung und bin froh sie eingegangen zu sein.

Stefan: Im Rahmen der Sozialen Arbeit sind es vor allem die Bereiche Jugendarbeit und Flüchtlingsarbeit, in denen ich mich auch nach meinem Studium bewegen möchte. Das Hotti hat mir somit die Möglichkeit eröffnet, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Interkulturalität und Jugend sind spannende Themenfelder, welche stets neue Herausforderungen mit sich bringen. An deren Entwicklung mitzuwirken...ja das ist es

Wie sieht so ein typischer Café-Hotspot-Tag aus?

Franzi: Prinzipiell ist jeder Tag anders, wir starten jedoch damit, dass wir das Café vorbereiten, heißt also sauber machen, Tee kochen, Kasse zählen, Getränke auffüllen etc. Dann ab 15:00 Uhr öffnen wir und der offene Treff kann stattfinden. Wir bewirten dann unsere Gäste, vorrangig Migranten, quatschen mit Ihnen, helfen bei Anträgen ausfüllen, Bewerbung schreiben oder spielen auch mal eine Runde Tischkicker. Jeder Tag ist anders und diese Abwechslung ist das Schöne an unserer Arbeit im Café

Stefan: Einen typischen Hotti-Tag gibt's glaub ich nicht. Klar hat man seine Öffnungszeiten, Bürozeiten, Projekte etc., aber wir arbeiten mit Menschen. Gibt's denn den typischen Menschen?

Denkt ihr, dass eure jetzigen Aufgaben hier euch etwas für euer zukünftiges Leben bringen werden?

Franzi: Ich finde gerade die praktischen Anteile in einem Studium sehr wichtig und denke auch, dass man dadurch so viele Erfahrungen sammeln kann, die einem auf alle Fälle später im Leben nützlich sein können, auch wenn man vielleicht nicht in diesem Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit mal tätig sein wird.

Stefan: Auf jeden Fall!

Und als letztes noch eine kurze "Unnützes Wissen Fragerunde" über euch ...

Sport machen oder Sport gucken?

Franzi: Definitiv Sport machen, ich brauche Sport zum Ausgleich vom Alltag.

Stefan: Sport machen

Wie schlaft ihr? Bauch-Rücken-Seite

Franzi: Immer in Embryonalstellung auf der Seite zur Wand gedreht

Stefan: Seite

Jeder von euch hat einen Wunsch frei. Was wünscht ihr euch?

Franzi: Es gibt so viele Sachen die ich mir wünsche, Gerechtigkeit auf der Welt zum Beispiel. Mein größter Wunsch für mich wäre es, so viele Länder wie nur möglich ohne finanzielle Hindernisse bereisen zu können.

Stefan: Diese Frage nicht beantworten zu müssen, danke

Derzeitiger Lieblingssong No.1?

Franzi: Despacíto, nein Spaß. Ich höre derzeit where is mind? von den pixies unglaublich gern

Stefan: Tash Sultana – Jungle (ändert sich aber täglich)

Was mögt ihr weniger: Twitter oder Tattoos?

Franzi: Ich liebe Tattoos und habe noch nie Twitter benutzt

Stefan: Twitter

Steak oder Tofu?

Franzi: Tofu!

Stefan: Steak

An einem freien Tag gehe ich am Liebsten ...

Franzi: Mit Freunden was cooles Witziges unternehmen oder schick essen gehen

Stefan: dorthin, wo tolle Menschen sind

Welcher ist euer Lieblingsdialekt? Berliner – Nordischer – Sächsischer oder Bayrischer

Franzi: Ich liebe den Berliner-Dialekt, ich könnte da stundenlang zuhören

Stefan: Berliner und Sächsischer sind so ziemlich gleichrangig

Welcher war euer Spitzname als Kind?

Franzi: Karlinchen, keine Ahnung wieso

Stefan: Tinki (immer noch aktuell)

Ihr müsst 7 Stunden in der Bahn sitzen. Was habt ihr auf jeden Fall dabei?

Franzi: Essen und Musik, mehr brauch ich nicht

Stefan: Smartphone & Kopfhörer

Was hilft euch am Besten bei einem Kater?

Franzi: Ein gutes deftiges Essen und schlafen bewirken Wunder

Stefan: Milch