Umsetzung

Als Betreiber gehen wir nachfolgend auf die zwei Phasen der Entwicklung ein: Die Planungs- und Bauphase (Phase 0) und die Betreibungsphase (Phase 1). Vorab erläutern wir, welche Vorarbeit wir auf dem zur Furnierhalle und Hilgerstraße angrenzenden Grundstück der Energiefabrik bis 2015 geleistet haben.
Als Betreiber sind wir mit der Energiefabrik sowie den Gebäuden Hilgerstraße und Furnierhalle sehr gut vertraut. Wir fangen nicht bei Null an. Seit 2013 arbeitet ein Kernteam, bestehend aus Honorarkräften, jungen Studierenden und Görlitzern an dem Projekt Jugend.Stadt.Labor RABRYKA auf dem Gelände. Mit Hilfe von Impulsprojekten konnte das Team eine Basisstation aus Büroräumen, einer Kreativ-Werkstatt, Lagermöglichkeiten, einem Begegnungsort und einem vielschichtig nutzbaren Außengelände aufbauen. Diese Vorleistungen sollen im Zentrum verstetigt werden und sich von einer experimentellen in eine institutionelle Form weiterentwickeln. Als Betreiber nutzen wir die somit bereits geschaffene Infrastruktur durch die unmittelbare Nähe zur Furnierhalle und zum Gebäude Hilgerstraße.

Phase 0 – Planungs- und Bauphase

Transparenz
Mit Beginn unserer Arbeit als Betreiber öffnen wir die Türen zum Zentrum. Den Bürgern wird das Betreiberkonzept vorgestellt. Zur ersten Aktivierung von den zukünftigen Nutzern dient uns ein mobiler Informationscontainer (Info-Offspring Kiosk), der über das Konzept und den Planungsfortschritt informiert, sowie den Prozess öffentlich bewirbt. Er stellt eine Schnittstelle nach Außen dar, welche das Zentrum ins Zentrum bringt. 

Zwischennutzung
Gemeinsam mit dem Bauplaner wird ermittelt, wie wir Eigenleistungen in der Hilgerstraße erbringen können. Eigenleistungen sind bspw. Instandsetzungsmaßnahmen, die gemeinsam mit den zukünftigen Nutzern umgesetzt werden. Mit Hilfe neuer und schon bestehender Impulsprojekte wird die Hilgerstraße 14/15 somit stufenweise nutzbar gemacht. Eine temporäre Werkstatt dient dabei dem selbstständigen Bauen von Ausstattung und Möbeln.

Vernetzung
Gezielt werden bestehende Partnerschaften vertieft und in Form von Impulsprojekten auf dem Energiefabrikgelände und den nutzbaren Räumen in der Hilgerstraße getestet. Mit den gesammelten Erfahrungen wird ein gemeinsames, dauerhaftes Programm entwickelt und angeboten. Denkbar sind Kooperationen mit dem Festival für zeitgenössische Kunst „Zukunftsvisionen“, dem Neiße Filmfestival, dem Via Thea oder den Jazztagen, sowie den unter „Kooperationspartner“ genannten Institutionen und Initiativen. 

Impulsprojekte
Während des Aufbaus des Zentrums werden bestehende Projekte wie das A-Team, Zukunftsvisionen, Campus Open Air Görlitz oder laufende Impulsprojekte des Jugend.Stadt.Labores RABRYKA möglichst in den Prozess integriert. Mit Hilfe von weiteren Projekten wird temporär besondere Aufmerksamkeit auf das Zentrum gelenkt.

Räume

Wir werden Räume aufbereiten, die für den späteren Betrieb des Hauses relevant sind. Hierzu wird eine geeignete Infrastruktur im Gebäude Hilgerstraße aufgebaut. Eine entsprechende Anpassung des planerischen und baulichen Ablaufs erfordert eine enge Abstimmung mit dem Planer, sodass eine veränderliche, multifunktionale und flexible Raumnutzung möglich bleibt. Angedacht sind Seminar- und Lagerräume im Erdgeschoss. Im ersten und zweiten Obergeschoss stehen Meeting- und Büroräume, Gemeinschaftsbüros, Aufenthaltsräume mit Teeküche für die Vereins- und GründerFabrik zur Verfügung. Außerdem befinden sich im zweiten Obergeschoss die Büroräume des Betreibers. Diese Räume können auch für externe Weiterbildungen oder ähnliche Veranstaltungen genutzt werden und stehen zur Vermietung im thematischen Kontext offen.
In der Furnierhalle stellen wir eine Infrastruktur für Veranstaltungen zur Verfügung. Diese besteht aus einem Veranstaltungssaal für 300 Personen, aus Räumen für Technik, die Künstler, einem Foyer, einer Garderobe und einer Bar. Außerdem gibt es eine Küche mit regelmäßigem Speisenangebot für Nutzer und Mitarbeiter des Zentrums sowie für Arbeitnehmer der umliegenden Unternehmen, die aber auch ein Serviceangebot für Fremdeinmietungen bereithält. Teile der Halle selbst sind durch das Tor immer frei zu begehen oder zu befahren. Zudem gibt es in der Halle ein Bandproberaum mit Tonstudio, der von unterschiedlichen Künstler genutzt werden kann. Außerdem befindet sich in der Furnierhalle das Bürgerbüro und Werkstätten wie der MakerSpace und das FabLab.
Das Außengelände bietet im Sommer Platz zur Durchführung von Veranstaltungen und Workshops, sowie für eine an die Furnierhalle angrenzende Terrasse. Durch die Einbeziehung des Außengeländes der Energiefabrik entsteht ein alternativer Stadtpark, der Spaziergängern und Fahrradfahrern die Durchquerung vom Werk I zur Bautzener Straße oder zur Hilgerstraße ermöglicht. Außerdem wird es für unkonventionelle Sportarten, bei dem das Vergnügen im Vordergrund steht, genutzt. Ein teilweise überdachtes multifunktionales Sportfeld mit möglicher Schlittschuhbahn oder Rollsportanlage sind außerdem denkbar.

Entwicklungen in der Energiefabrik
Während in der Hilgerstraße und Furnierhalle die Planungsprozesse laufen, bleibt die Energiefabrik aktiv. Bestehende Projekte werden entsprechend der vorgesehenen Nutzung weiterentwickelt und -gebaut. Mit dem Besitzer Herr Icking hegen wir hierzu seit 2013 eine enge und beständige Partnerschaft.

 

 

Geländekarte