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Sonstige
Newsbild zu Aus “Werk 1” wird “Werk ½”
2026/04/01

Aus “Werk 1” wird “Werk ½”

Wir bauen ein Stockwerk ab

Die Finanzierungssituation im sozialen und soziokulturellen Bereich ist seit längerem angespannt. Fördermittel werden gekürzt oder laufen aus, während neue Perspektiven oft unsicher bleiben. Auch wir arbeiten zunehmend von Antrag zu Antrag – langfristige Planung wird immer schwieriger.

Bereits in den vergangenen Jahren mussten wir Inhalte reduzieren, etwa in der Integrationsarbeit. Weitere Einschnitte zeichnen sich ab, unter anderem durch Veränderungen in der Kulturförderung. Gemeinsam mit Geschäftsführung und Vorstand haben wir deshalb eine klare Entscheidung getroffen: Einen Teil unserer bisherigen Arbeit können wir strukturell nicht mehr tragen.

Diese Entwicklung hat konkrete Folgen – auch für unser Haus.

Die RABRYKA im ehemaligen „Werk 1“ wird sich sichtbar verändern: Wir werden das Gebäude, das bisher zwei Etagen mit Büros, Projekträumen und Veranstaltungsflächen umfasst, um ein ganzes Stockwerk reduzieren. Die oberste Etage wird von uns zurückgebaut.

Damit schrumpft unser Gebäude nicht nur symbolisch, sondern tatsächlich. Wenn Förderung wegfällt, verschwindet Raum.

Und dennoch gilt: Wir bleiben.

Was das Gebäude verliert, tragen die Menschen weiter, die die RABRYKA ausmachen. Haupt- und Ehrenamtliche engagieren sich weiterhin, Projekte werden angepasst und neu gedacht. Gerade jetzt zeigt sich unsere Stärke: Zusammenarbeit und Solidarität wachsen.

Wir werden kleiner – aber wir verschwinden nicht. Wir bleiben ein Ort für Kultur, Begegnung und Engagement und machen sichtbar, was vielerorts Realität ist: Wenn Strukturen unsicher sind, verändert sich am Ende auch der Raum.